Leberaufstrich vom grauen Steppenrind

In der frühen Neuzeit war das ungarische Steppenrind vor allem wegen seines Fleisches geschätzt, im 19. Jahrhundert machte es dann als Arbeitstier Karriere. Vor hundert Jahren kam es dann außer Mode. Das Rekordtief war ein Bestand von 187 Kühen und 6 Bullen. Dazwischen jedoch konnte es sich jedoch wegen der hohen Qualität des Fleisches gegenüber konkurrierenden Arten durchsetzen. Die Tiere wachsen langsam, haben aber auch massiveres und gehaltvolleres Fleisch als andere Rinder. Sie erlangen die Schlachtreife im Alter von 3 bis 3,5 Jahren, während diese bei Tieren mit intensiver Mästung schon nach 16 bis 18 Monaten erreicht wird. Natürlich setzt man in der heutigen Zeit setzt auf Rinderrassen, die mehr Ertrag versprechen. 

Im Seevorgelände des Nationalparks Neusiedlersee-Seewinkel weidet eine Herde von rund 500 Tieren. Damit kann die landseitige Verschilfung verhindert und wertvoller Lebensraum für Vogel- und Pflanzenarten erhalten werden. Um den Herdenbestand zu sichern, werden nur wenige Tiere pro Jahr geschlachtet. Ein Teil davon wird von der Fleischerei Karlo geschlachtet und zu hochwertigen Produkten verarbeitet.

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